Test: Shaiya

Komplett in deutscher Sprache: Kann das kostenlose Fantasy-MMORPG überzeugen?

Seit dem 3. Dezember 2008 ist die deutsche Version von Shaiya erhältlich. Bereits in den ersten Minuten nach dem Öffnen der Server stürmten Massen von Spielern die Fantasy-Welt. Ob das Online-Rollenspiel allerdings wirklich so beeindruckend ist, wie Entwickler Aeria Games behauptet, haben wir für euch getestet!

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Die Herrschaft von Gut und Böse

Bevor wir mit dem eigentlichen Testbericht beginnen, sollten wir uns mit der Hintergrundgeschichte des Spiels beschäftigen.  Hier bietet die Erzählung auf der Webseite  eine kompakte Einführung. Wir erfahren, dass einst die Göttin Elain drei Rassen erschuf: die Drachen, Dumians  und Nordein. Durch die Zweifel, welche Elain an der Rasse der Dumians hatte, wurde sie in ihrer Macht geschwächt, bis zu dem Moment, als sie von der geächteten Rasse ermordet wurde.

Monster durchströmten das Land und nach einiger Zeit, als sich der Staub gelegt hatte, begann die Herrschaft zweier Göttinnen.  Die Rassen spalteten sich und wurden zu den Völkern, die sie heute sind. Gespalten in zwei Fraktionen begann die Herrschaft von Gut und Böse. An diesem Punkt setzt auch die Charaktererstellung an.

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Die Charaktererstellung in Shaiya: Begrenzte Möglichkeiten!

Fünf - die magische Zahl?

Um im kostenlosen Shaiya, das sich über einen Item-Shop finanziert, durchstarten zu können, benötigt man natürlich den Spielclient, welcher rund 960 Megabyte umfasst und nach dem Download direkt installierbar ist. Ist das MMORPG endlich auf der Platte, kann sich der Spieler momentan nur für den Server Aurora entscheiden und dort seinen Charakter erstellen.

Die Charaktererstellung beginnt mit der Wahl der Fraktion. Ob man sich lieber für den dunklen Bund des Zorns oder die helle Allianz des Lichts entscheidet, ist natürlich abhängig vom persönlichen Geschmack des Spielers. Durch eure Wahl wird festgelegt, welche Rassen ihr wählen könnt, da jede Fraktion jeweils zwei unterschiedliche Völker beherbergt. Anhänger der Allianz müssen sich für das Volk der Menschen oder die Elfen entscheiden, während Mitglieder des Bundes einen Nordein oder Vail spielen müssen.

Bedingt durch eure Rasse werden jewels drei Klassen freigeschaltet. Insgesamt gibt es also 12 Berufszweige,  die sich zum Teil in ihrer Funktion überschneiden. Abgesehen von der Benennung der Spielfigur und der Festlegung des Geschlechts kann natürlich auch das Aussehen verändert werden. An diesem Punkt greift die Zahl 5 sozusagen als magische Zahl ein, denn ihr könnt zwischen fünf Frisuren, Gesichtstypen und Körpergrößen wählen.

Die fünf Auswahlmöglichkeiten dieser Eigenschaften unterscheiden sich nur von Geschlecht zu Geschlecht und von Rasse zu Rasse.  Hier könnte man sicherlich nachbessern und die magische Zahl ein wenig höher schrauben.

Ein interessantes Feature in Shaiya ist hingegen, dass man sich für einen Modus, beispielsweise harter oder leichter Modus, entscheiden muss. Der gewählte Modus legt fest, wie viel Erfahrungspunkte und Boni ihr im Spiel bekommt.

Auf nach Aurora

Habt ihr eure Spielfigur erstellt, kann das Abenteuer auf dem bislang einzigen Server Aurora beginnen. Eine vorherige Einweisung in die Funktionen des Interfaces und die Steuerung ist ein Muss für alle Online Rollenspiele  geworden. Glücklicherweise ist das Tutorial in Shaiya ein guter Kompromiss für Neueinsteiger und MMORPG-Kenner, denn jegliche Features werden über Pop-Up Fenster erklärt, die sich öffnen, sobald man ein Menü öffnet. So kann man das Tutorial leicht schließen und ebenso gut in Anspruch nehmen. Die Steuerung erfolgt über die Tastatur und Maus.

Wendet man seinen Blick vom Tutorial ab, so fällt einem natürlich die Grafik des Spiels ins Auge. Der visuelle Aspekt ist für ein kostenloses Spiel auf jeden Fall gelungen und auch die Spielwelt ist harmonisch gestaltet. Zumindest zu Beginn, denn im weiteren Spielverlauf fällt auf, dass der Fantasy-Schauplatz teilweise von gähnender Leere geprägt ist. Hier hätte man mehr Wert auf die Charakteristik von manchen Orten legen können. Dicht bewachsene Wälder gibt es so gut wie gar nicht. Stattdessen befindet man sich in einigen Gebieten auf grünen Wiesen auf denen nur die Mobs die Umgebung beleben.

Doch diese leeren Flächen haben auch ihren Vorteil. Mit 256 Megabyte RAM und einer 128 Megabyte Grafikkarte hat Shaiya nämlich Anforderungen, die auch etwas ältere System erfüllen. Ein flüssiges Spielererlebnis ist daher so gut wie garantiert. Sollte dies nicht der Fall sein, so können die Einstellung in den Optionen natürlich minimalistisch gehalten werden. Dafür müssen aber auch die sonst schon sehr unspektakulären Wassereffekte zurückstecken und das Schwimmen, welches in Shaiya möglich ist, wird eintöniger.

Die Soundeffekte sind hingegen wirklich stimmig geworden. Auch die Spielmusik ist schön, wenn man sie mal zu Ohren bekommt. So hörten wir in den ersten Minuten nach dem Einloggen orchestrale Klänge, die aber nach etwas längerer Zeit nicht mehr ertönen wollten. Schade eigentlich.

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