Aus Fairnessgründen müssen wir aber auch erwähnen, dass es ein paar Missionen gibt, die ziemlich verzwickt sind und tolle Geschichten erzählen, die euch sogar in die Vergangenheit der Welt entführen. Hier kommt vor allem die innovative Spielwelt zur Geltung. Die Aufträge werden nach einer gewissen Zeit allerdings so schwer, dass man für den weiteren Spielverlauf eine Gruppe benötigt. Leider mangelt es oftmals an Spielern, die mit ins Gefecht ziehen wollen und auf Dauer haben es Alleingänger wirklich schwer. Ein paar Aufgaben führen euch übrigens in Instanzen - allerdings ist die Zahl der Dungeons sehr gering.
Für das Absolvieren von Quests und das erledigen von Monstern erhaltet ihr Ruhm, die Erfahrungspunkte in The Chronicles of Spellborn. Habt ihr eine gewisse Menge an Ruhm gesammelt, steigt ihr in der Stufe auf und könnt neue Fertigkeiten lernen. Hinzu kommen außerdem noch die persönlichen Erfahrungspunkte (PeP), die man nach einem Kampf erhält. Auch hier steigt ihr in Rängen auf und erhaltet Verbesserungen. Diese Punkte könnt ihr allerdings beim Tod teilweise verlieren - ansonsten gibt es keine Strafe für das Ableben. 
So sieht das Interface von The Chronicles of Spellborn aus!
Auf in die Arena
Leider lässt auch das Player vs. Player System von The Chronicles of Spellborn zu Wünschen übrig. Ihr habt die Wahl zwischen einem PvE oder PvP Server. Während es auf PvE-Servern ohne großartige Kämpfe unter Spielern zugeht, seid ihr auf den PvP-Realms nur in Hawksmouth und Aldenvault sicher vor Angriffen anderer Charaktere. Für große Gildenkämpfe mangelt es aber leider an Spielern, was ebenfalls eine schwache Bildung der Community-Politik zur Auswirkung hat. Weiterhin bringen die PvP-Fights keinen wirklichen Bonus.
Auf allen Servern gibt es außerdem die Arena von Quaterstone, wo sich die Duellfreunde und Gladiatoren der Scherbenwelt untereinander messen. Hier können auch Gilden in Turnieren gegeneinander antreten. Wir haben allerdings noch keinen Wettkampf miterlebt.
Handwerklich begabt
Überall in der Welt findet ihr Materialien, die ihr zusammensetzen und wiederverwerten könnt. Einige sehen nur gut aus, andere sind auch durchaus nützlich. Dazu benötigt ihr keinen speziellen Beruf, jeder Charakter ist handwerklich begabt - zumal euch ein NPC-Schmied die benötigten Ressourcen nennt. Allerdings könnt ihr eure Waren nur über den Chat oder das Forum an den Mann bringen, denn Auktionshäuser sucht man vergeblich.
Die hohen Häuser
Häuser gibt es dennoch, und zwar die Hohen Häuser, die verschiedenen Gruppierungen im Spiel. Diese Fraktionen streiten sich um die politische Macht. Der Spieler kann sich im weiteren Spielverlauf natürlich einem Haus anschließen. So gibt es die Enklave der Fünf Opfer, die Arioniten, die Verstoßenen, die Bruderschaft des Schwertes sowie das Speyrvolk. Je nach dem welchem Haus sich der Spieler anschließt, erlebt er die Geschichte aus einer anderen Perspektive, was den Wiederspielwert erhöht. Natürlich stehen die Fraktionen auch für eine bestimmte politische Ausrichtung. Zudem schließen sich die Spielergilden meist einer bestimmten Fraktion an.
Technische Seite
Auch wenn die Unreal Engine 2.5, auf der The Chronicles of Spellborn basiert, schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, kann sich die Comic-Grafik wirklich sehen lassen. Bis auf ein paar triste Regionen ist die Atmosphäre durchaus packend. Spellborn NV glänzt mit Lichteffekten, die der Welt, dessen Splitter im Deadspell schweben, Leben einhauchen. Auch die tolle musikalische Untermalung und die gelungenen Soundeffekte tragen dazu bei. Besonders die Regionen, die man oft besucht, haben die Macher detailliert gestaltet - für ein paar Gebiete in den höheren Levelbereichen hat dann wohl aber die Zeit nicht mehr gereicht. An den Charakteren könnte das Entwicklerteam ebenfalls noch werkeln. Davor sollten allerdings kuriose Bugs und weitere Ungereimtheiten ausgemerzt werden.