Test: The Chronicles of Spellborn

Auf in den Deadspell: Spellborn bringt Innovationen ins Genre - geht das Konzept auf?
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Dafür haben so gut wie alle Klassen kleinere Heil-Fähigkeiten oder können mehr Schaden wegstecken. Wegen dem Trend zum Allrounder fällt das nicht ganz optimale Klassen-Balancing, an dem noch gefeilt werden muss, nicht mehr ganz so schwer ins Gewicht.

Rotierendes Gefecht

Erfolg ist in Spellborn aber auch weniger vom Charakter abhängig, sondern viel mehr von einem guten Skill-Deck und einem geschickten Händchen. Die Kämpfe laufen direkt ab und knüpfen nicht an ein halbrundenbasiertes System an, dass wir aus Titeln wie World of Warcraft, Herr der Ringe Online oder weiteren Genrevertretern kennen. Dementsprechend geht es zu Beginn ziemlich hektisch zu, da sich der MMO-Zocker erstmal ein wenig umgewöhnen muss. Wer Age of Conan gespielt hat, dürfte durchaus schneller reinkommen. Auch in der Splitterwelt wird gesprungen, ausgewichen und zugeschlagen.

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Das Kampfsystem in Spellborn läuft direkt ab!

Um eine Attacke einzuleiten, müsst ihr euren Feind mit dem Fadenkreuz anvisieren, euch in Reichweite begeben und dann eure linke Maustaste drücken, um die nächste Fähigkeit vom rotierenden Fertigkeitsdeck auszuführen. Wenn ein Skill aktiviert wurde, dreht sich das Deck automatisch weiter und aktiviert die nächste Reihe, bis die erste Reihe wieder aktiv ist. Welche Fertigkeiten in welche Reihe kommen, könnt ihr natürlich selber festlegen.

Das klingt alles ein wenig nach einem komplizierten Sammelkartenspiel, ist aber nach einer gewissen Zeit ganz spaßig und bietet vor allem interessante Kombinationsmöglichkeiten. Schon jetzt gibt es Hardliner, die auf ihr Deck schwören. Dank den Skills und der direkten Steuerung können auch Charaktere der unteren Stufen einem Veteranen einheizen.

Jedoch werden die Kämpfe gegen die Bestien der gesplitterten Welt nach einiger Zeit relativ schwer. Dafür sorgt auch die hohe Aggroreichweite, die ganze Gegnerhorden anlockt. Falls sich im Gebiet Mobs befinden, denn einige Regionen waren im klaren Kontrast so gut wie leer. Im Notfall könnt ihr allerdings auf gewisse Hügel rennen, denn dank diesem fragwürdigen Fehler kommen eure Feinde nicht an euch heran. Leider gibt es noch mehr Schnitzer dieser Art, welche die Macher dringend beheben müssen. Spellborn NV und Frogster werkeln glücklicherweise schon kräftig an weiteren Updates.

Die ewige Wanderung

Das Abenteuer beginnt in der Stadt Hawskmouth, in der ihr die ersten Quests absolviert. Schnell fällt dem Spieler auf, dass es zum Release nicht alle Teile der deutschen Übersetzung in die Fantasy-Welt geschafft haben. Zum Ende unserer Testphase hat sich dies allerdings dank Patches der Entwickler gebessert. Trotzdem halten wir es für schwach, zur Veröffentlichung eine deutsche Version zu verkaufen, die letztendlich eine Mixtur aus deutscher und englischer Sprache darstellt.

Die meisten Quests sind ebenfalls eher suboptimal gestaltet. Zwar ist die Hintergrundstory durchaus interessant, auch wenn bei einigen NPCs an Text gespart wurde, jedoch muss der Spieler andauernd ohne Reittiere lange Strecken überwinden und Botenaufträge absolvieren. Der Nutzen/Zeit Aufwand steht dabei in einem schlechten Licht. Auch wenn die Comic-Grafik ganz gut aussieht, sorgen ein paar Eskapaden dieser Art für echte Frustration. Obendrauf sind die Beschreibungen manchmal so ungenau, dass wir gerne einen Detektiv für die Suche engagieren würden. Einige Quests sind leider sogar komplett verbuggt. Im Vergleich sind hier die die typischen Sammel- und Kill-Quests, die ebenfalls niemanden vom Hocker reißen, eine angenehme Abwechslung.    

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