Um den tollen Eindruck noch zu festigen, hat Blizzard im Questbereich noch die so genannten Phasing Zones eingeführt. Hier handelt es sich sozusagen um instanzierte, öffentliche Gebiete. Das bedeutet, dass ihr euch anfangs durch die noch unbekannte Welt schlagt und diese durch Abschließen verschiedener Questreihen dauerhaft verändert. Diese Veränderungen sind jedoch Charaktergebunden. Wenn ihr beispielsweise bestimmte Monster tötet, welche einen späteren Questgeber gefangen halten, so werdet ihr diesem Gegner mit eurem ausführenden Alter Ego nicht mehr begegnen und auch der NPC wird sich nie wieder in seinem Gefängnis befinden. Durch dieses Feature wird die Illusion einer frei formbaren Umgebung aufgebaut und die Langzeitmotivation der Quests erhöht. Wohl eines der wichtigsten Features, das Blizzard in den letzten Jahren in die World of Warcraft eingeführt hat.
Auch die Konzeptarbeiten spiegeln den eisigen und düsteren Schauplatz gut wieder. Verschiedene Trailer findet ihr übrigens in unserem Download-Bereich!
Zombie-Attack
Ihren ersten großen Einsatz im Spiel haben die Phasing-Zones im Startgebiet der Todesritter, doch dazu später mehr. Die neue Heldenklasse ist eines der Hauptfeatures der Erweiterung. Erstellen könnt ihr einen Todesritter sobald ihr einen Charakter der Stufe 55 auf dem jeweiligen Server besitzt. Ab dem kommenden Patch wird die Servergebundenheit jedoch aufgelöst. Von da an ist die Erstellmöglichkeit nur noch von eurem Account abhängig. Jede Rasse ist fähig einen Todesritter zu stellen. Wie sinnvoll es ist einen Draenei oder Tauren zu wählen, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, aber zumindest letztere sehen durch die blau leuchtenden Augen doch reichlich gewöhnungsbedürftig aus.
War die Klasse noch als gänzlich unterschiedlich zu den bereits Bestehenden angekündigt worden, so ist spätestens seitdem die ersten Todesritter Level 80 erreicht haben klar, dass die Unterschiede doch eher gering sind. Natürlich ergeben sich durch die Runen, die dazugehörige Runenmacht und die neuen Skills neue Anforderungen an den Spieler, doch schlussendlich ist auch die Heldenklasse im Raid nur eine weitere Klasse, deren Vor- und Nachteile man in die Gruppe einfügen muss.
Sehr gelungen zeigt sich das oben bereits erwähnte Startgebiet. Dieses befindet sich in den östlichen Pestländern hinter Tyrs Hand. Dort beginnt ihr als lupenreiner, frisch von Arthas ausgewählter Bösewicht der Stufe 55, jedoch gänzlich ohne Ausrüstung und Skillpunkte. Euer Startpunkt ist eine Nekropole direkt über dem Gebiet. Diese wird vom Lichkönig befehligt und dieser ist auch euer erster Questgeber.
Zunächst erhaltet ihr eure Ausrüstung und eine kleine Einführung in die Steuerung eures neuen untoten Freundes innerhalb der fliegenden Festung. Später begebt ihr euch in den Kampf gegen die Menschen am Boden. Dort erquestet ihr euch eurer erstes Mount und die fehlenden Skillpunkte um ein vollwertiger Charakter eurer Stufe zu werden. Das Startgebiet passt sich entsprechend eures Questfortschritts immer weiter an und bietet euch ein höchst abwechslungsreiches erspielen eurer Fähigkeiten. Den genauen Ablauf der Hintergrundgeschichte behalten wir natürlich für uns. Eines sei jedoch verraten: Liebhaber der Warcraft-Geschichte kommen hier ganz besonders auf ihre Kosten, aber auch allen anderen Spielern sei geraten einen Todesritter wenigstens bis zum Start in die richtige Spielwelt zu spielen. Es lohnt sich!
Zahlreiche spannende Schauplätze bietet Wrath of the Lich King auf jeden Fall!