Test: Florensia

Abenteuer für Seefahrer und Landratten: Das kostenlose Florensia in unserem großen Test!

Vor ein paar Wochen hat sich Florensia aus dem Hause burda:ic still und heimlich zu Lande und zu Wasser auf den Weg gemacht, die Welt der kostenlosen MMORPGs zu erobern. Wir haben uns über einen längeren Zeitraum in die fantasievolle Welt gestürzt und sagen euch, ob der Feldzug gelungen ist.

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Bereits Mitte Oktober startete Florensia nach einer relativ langen Open-Beta in den regulären Spielbetrieb. Obwohl bereits ca. 250.000 Anmeldungen vor Release vorlagen, veröffentlichte man die Gold-Version ohne viel Brimborium und mit relativ wenig offensiver Vermarktung. Ob diese Strategie mit der Qualität des Spiels zusammenhängen könnte, werdet ihr in den nächsten Zeilen nachlesen können.

Von Charakteren und Schiffen

Wie bereits in der Einleitung angemerkt, liegt die große Besonderheit Florensias im doppelten Spielsystem. Ihr habt zum einen die Möglichkeit die Welt an Land, als auch zu Wasser zu erkunden. Hierbei können beide Versionen unabhängig voneinander gespielt und gelevelt werden, da es sowohl Land- als auch Seeskills zu erlernen gilt. Die Kampfsysteme und die Charakter- bzw. Bootserstellung sind ebenfalls recht verschieden.

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Das muss man Florensia lassen: Die bunte Anime-Grafik sieht wirklich klasse aus! Einige Videos und den kostenlosen Client findet ihr hier.

Für das Landspiel könnt ihr euch wie gewohnt einen netten kleinen Menschen im Animestil erstellen. Zur Auswahl stehen euch hier zunächst die vier Klassen Explorer, Noble, Saint und Mercenary. Diese Klassen sind mit Fernkämpfer, Magier, Heiler und Krieger gleichzusetzen. Im späteren Spielverlauf, genauer gesagt ab Level 40, könnt ihr dann jede Klasse auf eine von zwei Unterklassen spezialisieren. Eigentlich sollte der Spieler dann auch gleich ein neues Aussehen spendiert bekommen, jedoch wurde dieses Feature noch nicht umgesetzt. Weiterhin waren die Tooltips der Fähigkeiten in unserem Testzeitraum nicht richtig beschrieben.

Die Charaktererstellung ist auch eher mittelmäßig geraten. Es stehen derzeit lediglich eine handvoll verschiedener Gesichter und Frisuren pro Klasse und Geschlecht zur Auswahl, dafür allerdings 16 (!!) verschiedene Haarfarben. Da hätte man die Prioritäten vielleicht etwas anders setzen sollen. Eine weitere Individualisierung des Aussehens ist nicht möglich. Dem entgegen steht die Möglichkeit, sich in diversen Attributen wie zum Beispiel Stärke und Geschicklichkeit - also die üblichen Verdächtigen - zu verbessern, indem man bei jedem Levelanstieg Skillpunkte hinzugewinnt und diese auf die entsprechenden Eigenschaften verteilt.

Im Segelbereich habt ihr die Möglichkeit, verschiedene Schiffstypen auszuwählen bzw. zu bauen. Zunächst müsst ihr euch jedoch mit einem Übungsschiff aus dem Tutorial zufrieden geben. Danach findet sich für jeden Spielertyp etwas. So könnt ihr auswählen, ob ihr eher viel aushalten, viel Schaden austeilen oder doch mehr die mobile Reperatureinheit spielen wollt. Wie aus anderen Spielen und dem Landmodus gewohnt, gibt es natürlich auch diverse Kleidungsstücke, in diesem Fall eher Schiffsteile zu nennen, welche von Monstern und NPC-Gegnern fallengelassen werden und euren Charakter bzw. das Schiff aufwerten können.

Laufen und Schwimmen

Bevor wir zum Gameplay kommen, noch ein kurzes Wort zur Story des Spiels. Demnach gab es vor langer Zeit einen Kontinent mit dem Namen Lux Plena. Durch das Fehlverhalten der Bewohner wurde der Kontinent zerstört und in vier große Inseln geteilt. Zu allem Überfluss wurden die Erdmassen auch noch vom Rest der Welt getrennt. Jedes Schiff, das über einen bestimmten Punkt hinaus segeln wollte, wurde wieder zurück zum Ausgangspunkt gelenkt. In diesem Umfeld kam es natürlich wie es kommen musste, ein Zeitalter des Chaos und des Krieges begann, bis es einem Mann gelang, die verschiedenen Teile Lux Plenas zu vereinen - das Ergebnis nannte er Florensia. Und nun ratet mal, was Florensia laut der offiziellen Website bedeutet! Wie zu erwarten war, heißt Florensia in der alten Sprache der Magie "die Welt erkunden und für die eigenen Ziele arbeiten, auf dem Weg des Lebens voranschreiten". Jetzt ist alles klar, oder?

Im Landmodus lässt sich Florensia grundsätzlich wie der Großteil der bekannten MMORPGs spielen. Ihr könnt euch sowohl per Tastatur als auch per Point and Click über die Inseln bewegen. Gekämpft wird im bewährten halbrundenbasierten System (World of Warcraft, Warhammer Online). Ganz nützlich schient hierbei die Wartelistenfunktion. Klickt ihr einen Angriff oder ähnliches an, während sich die Fähigkeit noch im Cooldown befindet, wird diese markiert und ausgeführt, sobald sie wieder frei ist. Eher gewöhnungsbedürftig wirkt hingegen die fehlende Möglichkeit euren Charakter springen zu lassen. Dadurch bleibt man bereits am kleinsten Hindernis hängen, von denen es glücklicherweise nicht zu viele gibt. Das ist Stellenweise etwas nervig, da man ab und an absolut unnötige Umwege nehmen muss. 

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