Im Gegensatz zu den meisten MMORPGs gibt es kein Crafting im eigentlichen Sinne. Stattdessen habt ihr die Möglichkeiten eure Gegenstände bei verschiedenen Händlern zu verbessern. Zum einen könnt ihr Items bis zu einem Level von +20 aufbessern. Hier solltet ihr jedoch aufpassen: je höher ihr eure Ausrüstung bringen wollt, desto höher wird auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Verbesserung fehlschlägt und den Gegenstand vollständig zerstört. Ferner gibt es noch NPCs die eure Sachen veredeln. Hier kommt ihr mit den entsprechenden Zutaten zum Schmied eures Vertrauens und lasst die Haltbarkeit eurer Gegenstände erhöhen. Im Gegensatz zum Verbessern kann hier bei einem Fehlschlag nichts zu Bruch gehen. Zu guter Letzt könnt ihr auch noch selbst Hand anlegen und euch als Verzauberer betätigen. Es gibt vier Stufen der Verzauberung. Während ihr die Schwächste noch ganz normal beim Händler erstehen könnt, werden die beiden folgenden nur von so genannten Named Mobs bzw. Bossen fallen gelassen. Die vierte und höchste Ebene erhaltet ihr nur über den Itemshop.
Das halbrundenbasierte Kampfsystem könnte man durchaus besser gestalten!
Gesteuert wird per WASD und Maus oder Point&Click. Gekämpft wird per Aktionsleiste im bewährten halbrundenbasierten System, das wir bereits aus Titeln wie World of Warcraft, Everquest 2 und vielen weiteren Online-Rollenspielen kennen. Hier funktioniert allerdings auch nicht alles reibungslos. Während der Spieler seinen Gegner per Autohit angreift läuft auch hier ein Timer runter. So weit ist das nun ja nichts schlimmes, jedoch steht euch dieser bei euren Spezialfähigkeiten teilweise im Weg. Zum Ausführen müsst ihr immer zu einem bestimmten Zeitpunkt klicken, wodurch regelmäßig mehrfach auf die Taste eingehämmert wird, bis auf dem Bildschirm etwas passiert.
Im Player vs. Environment (PvE) Bereich des Spiels erwarten euch bis in die hohen Levelbereiche einige Quests, die teilweise in verschiedene Kapitel unterteilt sind und dem Spieler die Story um die drei Königreiche näher bringen sollen.
Am Ende wartet eine Instanz auf den tapferen Recken. Leider handelt es sich bei vielen um simple Wiederholungsquests, wodurch das Leveln auf Dauer eher eintönig wird. Dennoch hat man sich hier immerhin bemüht, das Spiel nicht zu sehr auf ewige Monsterklopperei auszulegen!
Natürlich habt ihr auch noch die Möglichkeit euch mit euren Feinden im PvP zu messen. Neben dem üblichen Open-PvP könnt ihr noch diverse Zonen einnehmen bzw. verteidigen. Hier erscheint auf Seiten der Verteidiger ein Schutzpatron, welcher von den Angreifern erledigt werden muss. Wenn ihr es schafft, seine Wachen und die Verteidiger zu vernichten, warten neue Quests, Händler und Items auf die siegreichen Spieler. Beim Kampf um eine Festung kommt auch eine strategische Komponente ins Spiel, denn der Oberbefehlshaber überwacht in Echtzeit den Kampfverlauf auf der Minikarte, und kommandiert bis zu 49 Einheiten.
Alles rund?
Wie bereits erwähnt, ist die Grafik nicht mehr ganz aktuell. 4Story läuft dafür allerdings auch weitgehend fehlerfrei. Auch die Bugs halten sich erfreulicherweise in Grenzen. Leider tendiert der Sound des Spiels eher in Richtung Abstiegszone. Die Hintergrundmusik kann, je nach Geschmack, auch schon als nervig bezeichnet werden und die Kampfgeräusche haben etwas unfreiwillig Komisches. Wer den Gegner mit einem kritischen Schlag trifft, wird mit einem kuriosen Geräusch beschallt. Auch wenn wir damit wahrscheinlich den Unmut des Sounddesigners für diese Äußerung auf uns ziehen, kam uns während des Spielens mehrfach der Gedanke, dass die Boxen des Testrechners kaputt sein könnten. Leider ist auch die Sprachausgabe nicht das Gelbe vom Ei. Die pathetischen Aussagen sind sicherlich eine Frage der persönlichen Vorlieben, die Qualität ist jedoch in jedem Fall eher im Bereich der Wohnzimmeraufnahme.