Da es im Spiel kein Auktionshaus gibt, könnt ihr euer Minihaus auch zum An- und Verkauf von Waren nutzen. Dazu stellt ihr mitten in einer Stadt eure Bude auf und wartet bis jemand vorbeikommt und mit euch ein wenig Handel treibt. Dafür müsst ihr nicht wirklich am Rechner sitzen und könnt euch den sinnvollen Dingen des Lebens zuwenden. Wäsche waschen und Geschirr abspülen ist in diesem Fall sowieso wesentlich spannender.
Grafisch gesehen ist Fiesta Online ganz nett aufgemacht. Besonders durch das eingesetzte Cell-Shading, so nennt man die schwarzen Umrandungen der Spielfiguren, wird der Anime-Style enormv verstärkt und wahrscheinlich insbesondere im jüngeren Altersbereich, einige Liebhaber finden. Leider ist die Welt etwas detailarm und eintönig geworden. Den Hintergrundsound als Musik zu bezeichnen, ist im Jahr 2009 aber fast schon eine Frechheit. Hier hat man es lediglich mit nervigem Midi-Gedudel zu tun. Soundtechnisch bewegt sich Fiesta Online grundsätzlich sowieso eher im unteren Bereich.
Für die Kingdom Quests benötigt ihr eine Gruppe!
Jäger und Sammler
Im Laufe des Spiels werdet ihr natürlich auf einige Quests treffen, welche jedoch ausschließlich aus den üblichen Sammel- und Jagdaufgaben bestehen. Diese sind, wie oben bereits erwähnt, zudem häufig eher unzureichend beschrieben, weshalb teilweise mehrere Gebiete abgesucht werden müssen, bis einem endlich der gewünschte Mob-Typ in die Arme läuft. Diese sind auch teilweise so stark, dass ihr als Solospieler nicht in der Lage seid sie zu besiegen. Einen Hinweis im Questtext gibt es natürlich nicht. Des Weiteren reicht die Anzahl der Quests, wie leider bei den meisten kostenlosen MMOG's üblich, nicht bis in die hohen Levelbereich aus, weshalb häufig auf Wiederholungsquests zurückgegriffen wird. Insgesamt ist dieser Bereich also eher als dürftig anzusehen
Ein guter Ansatz wurde mit den so genannten Kingdom Quests gefunden. Für diese begibt man sich mit einer Gruppe von bis zu 15 Spielern in instanzierte Gebiete und schnetzelt sich zu einem Bossgegner durch. Leider wurden auch hier entscheidende Fehler begangen. Um an einem der Kingdom Quests teilnehmen zu können, meldet ihr euch zentral bei einem Questgeber für die Teilnahme an einer der Instanzen zu einer bestimmten Zeit an. Im Anschluss werdet ihr zum Start in die Instanz teleportiert. Ob sich eine ausreichende Spieleranzahl mit einem ausgewogenen Heileranteil gefunden hat, wird hier nur leider nicht berücksichtigt. Dadurch kommen diverse Frustmomente auf, da ihr nach dem Verlassen der Kingdom Quest auch ohne diese richtig angegangen zu sein, wieder zum Anmeldeort gelangt, egal wo ihr euch vorher befunden habt.
Zu jedem MMOG gehört natürlich auch die Berufswahl. In Fiesta Online habt ihr bereits ab dem ersten Level die Möglichkeit, euch für zwei Handwerks-Professionen zu entscheiden. Zur Verfügung stehen euch insgesamt fünf Berufe. Nachdem ihr die Wahl getroffen habt, müsst ihr erstmal die Rezepte beim Händler kaufen, um eurer Tätigkeit auch wirklich nachgehen zu können. Leider wird dies innerhalb des Spiels nicht erklärt. Die Auswahl an herstellbaren Gegenständen ist auch eher überschaubar.
Zu guter Letzt noch ein Wort zu den PvP-Möglichkeiten im Spiel. In den verschiedenen Levelbereichen gibt es entsprechende Schlachtfelder. Über diese habt ihr die Möglichkeit diverse Titel zu erhalten. Im High-Level-Bereich könnt ihr euch auch das eine oder andere Item erspielen. Einen Nutzen in Form von Erfahrungspunkten oder ähnlichem gibt es nicht. Des Weiteren können Gildenkriege ausgetragen werden. Hat eine Gilde der anderen den Fehdehandschuh hingeworfen, so wird es den beiden Fraktionen von diesem Moment an möglich sein, die Gegner für eine Stunde überall im Spiel anzugreifen. Sieger ist, wer nach dieser Stunde mehr Mitglieder der gegnerischen Gilde erledigt hat. Das war es dann auch schon wieder.