Erstaunlich, welch philosophische Lehren man als MMO-Spieler immer wieder ziehen kann. So zeigt die Betrachtung der vergangenen Monate, dass Meinungsfreiheit nicht nur ein wertvolles, sondern auch ein durchaus nervenaufreibendes Gut ist. Insbesondere sollte man mit seiner eigenen Ansicht eher zur Randgruppe zählen. Ähnlich geschehen ist mir dies beim Phänomen Guild Wars 2, dessen auslösender Hype in der Vergangenheit in vielen Köpfen mit der festen Überzeugung einherging, mit Guild Wars 2 werde der Tod des MMO-Marktes höchstpersönlich ins Leben gerufen. Amüsiert blicke ich dieser Tage auf ein Interview mit RIFT-Producer Adam Gershowitz zurück, welchen ich damals plump nach seiner Meinung zu Guild Wars 2 zu fragen wagte. Schon vor Monaten prophezeite dieser, von der Qualität von ArenaNets Produkt überzeugt, dass viele Spieler Guild Wars 2 einen Besuch abstatten würden, um danach zu großen Teilen wieder ihren alten Gewohnheiten nachzugehen. Gamer weltweit hätten Gershowitz in diesem Punkte widersprochen. Diese gilt es heute zu belehren, denn die letzten Wochen haben den vermeintlichen Absolutheitsanspruch des MMORPGs zunichte gemacht.
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