Die Lösung
Die Lösung
Ein solcher Gegenbeweis zum Absolutheitsanspruch muss natürlich mit Lehren einhergehen und kann nicht still unbeantwortet bleiben. Allein die Tatsache, dass in vielen Unternehmen zunehmend die Entwicklung weiterer MMORPGs aus Angst vermieden wird, zeigt doch, dass sich die Community wieder der Kreativbranche annähern muss. Hegt man wirklich eine besondere Beziehung zum Genre, so genügt es nicht, über Jahre hinweg nur einem Online-Rollenspiel bis hin zur Veröffentlichung die Daumen zu drücken. Viel mehr sollte man sich als Unterstützer der Hundertschaften von Entwicklern präsentieren und Neuankündigungen mit den besten Wünschen empfangen. Sicherlich: Vielen Titeln ist schon bei den ersten Infos anzusehen, dass ihnen das gewisse Etwas fehlt und Liebe ist in diesen Momenten nicht zu erzwingen. Die Langlebigkeit mancher Produkte zeigt aber, dass in vielen Neuankündigungen auch etwas Besonderes steckt, das nicht mit Hass im Sinne eines erdrückenden Vergleiches zu anderen Online-Spielen beantwortet werden muss.
Der positive Effekt, welchen man sich so begründet erhoffen kann, ist vielschichtig. Entwicklern kann schon durch den frühen Zuspruch der Ansporn zu weiteren Bestleistungen gegeben werden, ohne sich vor Konkurrenzprodukten fürchten zu müssen. Zusätzlich freuen sich die Macher von Spielen wie Guild Wars 2 über eine Anerkennung, die nicht die Gefahr maßloser Übertreibung birgt und so auch mit menschlichen Maßstäben daherkommt. Es klingt wie das Wort zum Sonntag, doch wer nicht müde wird, sich ein vielfältiges Angebot zu wünschen, der darf auch nicht versuchen, die einzelnen Anläufe zu blockieren.
