WoW: Mists of Pandaria: Warum man sich doch auf Mists of Pandaria freuen darf?
Ein Genre im Wandel der Zeit
Kung-Fu Panda!
Disneys Gegenstück zu Jackie Chan ist wohl der beliebteste Running-Gag seit herauskam, dass die knuddeligen Bären die neue, auch spielbare, Hauptfraktion der Erweiterung sein würden. Im asiatischen Gewand gehalten, leben die Pandaren schon seit Tausenden von Jahren auf ihrem verborgenen Kontinent Pandaria, der nun wieder aufgetaucht ist und die neue Spielwelt darstellen wird. Obwohl es Fans der Erweiterung schon zu den Ohren heraushängt, muss man sich eingestehen, dass die Pandaren auf den ersten Blick sehr untypisch für die Welt von Warcraft wirken. Allerdings trügt der Schein, denn schon seit Warcraft 3 gibt es mit dem Braumeister-Champion eben jene Pandaren im Spiel, womit Blizzard den Spieß jetzt umdrehen und sagen könnte: Kung-Fu Panda hat es Warcraft 3 nachgemacht. Der Film erschien nämlich erst lange nach dem Kult-RTS und somit haben die Pandaren auch ihre Berechtigung im Spiel. Die Pandas bringen auch direkt eine neue Klasse mit: den Mönch. Dieser kann, wie schon zuvor die Druiden oder Paladine, eigentlich alles, je nachdem, wie man dessen Fertigkeitspunkte verteilt. Die Besonderheit ist hier, dass der Spieler erst mit Level 10 entscheiden kann, welcher Fraktion er seinen Zottel anschließt. Bis dahin erledigt man seine ersten Quests auf der „Wandernden Insel“, die ihrem Namen alle Ehre macht und eigentlich eine riesige Schildkröte ist.
Die Pandaren selbst sind in verschiedene Clans unterteilt und natürlich sind sich diese nicht immer Grün miteinander. Vor allem seit Horde und Allianz auf dem neuen Kontinent unterwegs sind und die eigentlich friedlichen Wesen in ihren Zwist mit einspannen. Interessant hierbei ist der dramatische Tiefgang der Story. So verwandelt sich die sonst freundliche Jaina Prachtmeer in einen Racheengel und auch mit Hordenanführer Garrosh ist nicht gut Kirschen essen. Man munkelt sogar, dass dieser der neue Endgegner der Erweiterung werden wird. Ein solcher fehlt nämlich derzeit noch. Anders als bei den letzten drei Add-ons existiert zurzeit noch kein festes Ziel.
Ein Genre im Wandel der Zeit
Wie keine Erweiterung zuvor steht Mists of Pandaria auf wackeligem Boden. Wird Blizzard das Feuer einmal mehr entfachen können? Mit Guild Wars 2 haben NCsoft und ArenaNet einen fähigen Konkurrenten ins Rennen geschickt, der dem alten Genre-Primus einiges voraus hat. Dynamische Events, vertonte Missionen und eine eigene, epische Charakterstory. Dies alles sind Features, die World of Warcraft nicht bieten kann, die aber dennoch den Zahn der Zeit darstellen. Blizzards Goldesel ist nicht mehr länger die Spitze der MMO-Evolution und muss sich daher stärker beweisen als bisher. Das ist auch nötig. Der fehlende Schwung, der Cataclysm schon kurz nach dem Start ereilte, macht es vielen alten Hasen ziemlich schwer, noch an eine goldene Zukunft zu glauben. Wird auch Mists of Pandaria nur das kurze Aufflackern eines alten, längst erloschenen Feuers? Hoffentlich nicht, denn bisher klingen die neuen Inhalte nach jeder Menge Spaß und beherbergen mehr, als man auf den ersten Blick annehmen könnte. Vor allem PvE-Spieler werden voll auf ihrer Kosten kommen.
